Zukunft!

Shownotes

Eine Folge über Möglichkeiten, Mut und die beruhigende Erkenntnis: Die Zukunft ist noch nicht entschieden. Und dat es doch eigentlich schon mal eine jute Nachricht.

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00:00:06:

00:00:21: So, zurück in die Zukunft ihr Lieben!

00:00:25: Hier ist euer Lieblings-Podcast.

00:00:31: Mein Name ist Jörg und wen haben wir auf der anderen Seite?

00:00:36: Hier in der Gegenwart ist der Ralf.

00:00:38: Hallo, ihr Lieben da draußen!

00:00:42: Hallo lieber Ralf, in den Gegenwart!

00:00:46: Ja... Ich fühle mich zumindest so als wäre ich hier gerade präsent.

00:00:51: Ja.

00:00:51: Sehr, sehr gut!

00:00:52: Sehr gut!

00:00:54: Es hat mich so ein bisschen hier an die Sesamstraße mit Grobi.

00:01:00: Ich bin hier und du bist dort?

00:01:02: Ja

00:01:03: ja, mal hin und her genau.

00:01:06: Ja,

00:01:08: das kenne ich.

00:01:09: Aber du hast es schon angeteasert, worüber wir heute sprechen wollen.

00:01:13: Du hast hier die alten Filme aus den Achtzigern erwähnt.

00:01:18: Martin McFly oder wie ist der?

00:01:26: Das war wirklich ein Kinofilm, den wir sehr gemocht haben.

00:01:30: Also meine Generation.

00:01:34: Drei

00:01:35: Teile!

00:01:37: Zurück in die Zukunft.

00:01:39: Unfassbar wie lange das jetzt schon wieder her ist und... Ja, jetzt befinden wir uns eigentlich genau in der Zeit, in der man damals glaube ich unterwegs war.

00:01:50: Gedanklich!

00:01:51: Ja es kann gut sein.

00:01:52: also ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern.

00:01:56: Also ich weiß da gab's den Jungen und dem verrückten Professor und natürlich dann dieses Auto und so und er musste da natürlich retten seine Familie da retten, weil ich mich recht erinnere.

00:02:09: Aber das ist jetzt auch schon bestimmt dreißig Jahre her, dass sich die Filme gesehen haben und in der Zwischenzeit nicht nochmal.

00:02:15: Ich muss es eingestehen.

00:02:18: Von daher weiß ich den Namen nicht mehr genau, ob wieder von dem Auto noch vom Hauptdarsteller wie er im Film hieß.

00:02:25: Ja also von da ja so ein bisschen zusammengestückelt.

00:02:31: Aber sag mal kennst du denn noch Captain Future?

00:02:35: Ja, natürlich.

00:02:36: Den kenn ich auch noch.

00:02:38: Gäbtenfuture... Japanische

00:02:40: Zeichentrickserie, das sah man immer an den Augen schon!

00:02:44: War das eine japanische?

00:02:48: Ja ja, auch.

00:02:49: Wenn ich es richtig im Kopf habe, die hatten auch alle diese großen Augen.

00:02:59: Das war die E-Mail und D, so leicht zwischendurch angehörig.

00:03:03: Ja,

00:03:05: Captain Future!

00:03:07: Genau.

00:03:08: Und wenn man doch nicht depressiv war dann war das was wir spätestens zu sagen in der Melodie.

00:03:13: Das war wirklich so ein bisschen das war schon so Science Fiction Trip genau.

00:03:17: ich bin ja muss ich hier aussagen?

00:03:19: Ich bin ja kein Fan von Fantasy und Science Fictions Filmen aber das habe ich früher geguckt als Zeichentrick Captain Future weil er immer natürlich alle Planeten da gerettet hat mit Otto Und diesem fliegenden Gehirn, was da dabei war.

00:03:39: Ja

00:03:40: und dann gab es ja auch so Sammelalben wo man die Bilder wie eigentlich von Panini oder irgendwie, haben wir eben ein Future gesammelt.

00:03:49: Also auch wieder Zukunft.

00:03:54: Die Zukunft?

00:03:55: Ich meine du als Experte für das... Das ist ja schon Zukunft geplant und geplant.

00:04:09: Also der König mit Artikel zwei und Artikel drei, das ist diese Kombination von Zukunft kommt und wird schon irgendwie passen.

00:04:23: Ja, ich glaube die einzige Zukunft, die der Gölscher auf dem Schirm hat ist Artikel elf.

00:04:28: Trinkt da eine mit?

00:04:30: Das auch!

00:04:31: Das ist sehr nahezukunft dann genau.

00:04:35: Sehr

00:04:36: einladend auch

00:04:39: ja.

00:04:40: Ihr habt das mitbekommen.

00:04:41: wir unterhalten uns heute über das spannende Thema Zukunft oder wie inzwischen auch verschiedene Wissenschaftler sagen zu Künfte.

00:04:52: Aber es gibt nicht nur diese eine Zukunft, sondern tatsächlich gleich mehrere davon als wenn man mit der einen nicht schon genug zu donen hält.

00:04:59: Ja, meine Güte!

00:05:01: Also das muss ich nicht um die Zukunft planen, sondern direkt zukünfte planen.

00:05:05: Das klingt ja noch anstrengender.

00:05:09: Wie kommen sie denn da auf diesen Plural?

00:05:12: Ist das weil es eben unterschiedliche Optionen gibt oder was meinen Sie damit?

00:05:17: Ja das zum einen, aber es ist so dass man sich überlegt.

00:05:22: Es gibt eine sehr kurzfristige Zukunft.

00:05:25: wenn wir uns beispielsweise morgens treffen und sagen wo gehen wir heute Mittagessen?

00:05:30: Dann liegt das auch in der Zukunft.

00:05:32: Das bringt nur kaum jemand mit Zukunft in Verbindung weil es ja eher sehr naheliegend ist, weil das ja auch sehr schnell erreichbar ist.

00:05:41: Zwei, drei Stunden Büroschlaf Dann gibt es die mittelfristige Zukunft.

00:05:50: beispielsweise, wo wollen wir denn nächstes Jahr in den Urlaub fahren?

00:05:55: Das ist auch noch irgendwo greifbar.

00:05:58: Und dann gibt es aber auch diese Zukunft, die über das hinausgeht was vielleicht auch über unsere Generation, über eine Generation hinaus geht was die möglicherweise auch gar nicht mehr erleben.

00:06:09: so und da sind dann so Themen drin wie Klimawandel, demografischer Wandel, den wir jetzt schon alles merken.

00:06:19: Und deshalb fällt das so viele Menschen unfassbar schwer sich mit der Zukunft auseinander zu setzen weil sie meistens immer denken dass Zukunft etwas ist, was in weiter weiter ferner ist sowie damals bei zurück in die Zukunft oder eben bei Captain Future.

00:06:35: Ja, ja gut.

00:06:35: Da waren es jetzt direkt ein paar Jahrzehnte bei Captain Future.

00:06:38: ich weiß gar nicht mehr in welchem Jahr das gespielt hat aber es war weit entfernt.

00:06:45: Ja die Serie!

00:06:46: Aber inhaltlich war das ja irgendwo zwischen den Planeten rumgereist und durch Galaxien und so.

00:06:54: also da waren schon ganz weit in der Zukunft.

00:07:00: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hatte insbesondere der WDR auch eine eigene Vorstellung von Zukunft.

00:07:06: Und zwar gab es ja den WWF Club, der kam ja immer freitags und da gab es Bruno den Roboter!

00:07:13: Das stimmt, den gab's auch.

00:07:15: So das war die Idee von Zukunft.

00:07:17: also irgendwie haben wir es immer mit Roboter in Verbindung gebracht und auch so im einer Schulzeit wenn wir uns darüber zukunft unterhalten haben.

00:07:26: Da ging es immer irgendwie um was Abgefahrenes.

00:07:28: Flugobjekte, ja mein Flugtaxis wären ja momentan auch schon erprobt!

00:07:33: Ja so sind wir nicht am Start aber das wird wohl kommen.

00:07:39: Es ist schon fasziniert.

00:07:42: Spannend finde ich auch den Gedanken wie unterhalten uns gerade über Zukunft und blicken da permanent die Vergangenheit.

00:07:50: Das war damals die Zukunft dann genau also... Ich meine, da gab es natürlich dann noch Enterprise und was ist das alles?

00:07:58: Da war ich nicht so fasziniert von diesen Sachen.

00:08:03: Aber ich habe mich auch ein bisschen umgeguckt als wir gesagt haben, wir wollten über Zukunft sprechen.

00:08:12: Und natürlich ist das dann interessant mit den verschiedenen Timelines.

00:08:16: Also ich glaube Zukunft wie du gerade gesagt hast, dass ist eher schon längerfristig zu sehen in den Köpfen von viel.

00:08:25: Also ja, also ich glaube der Urlaub im nächsten Jahr ist aber noch irgendwie so drindert Mittagessen das eigentlich schon erweiterte Erweiterte Gegenwart wie du schon gesagt hast und natürlich gibt es dann da immer so Zukunftsutopien.

00:08:44: Ich erinnere mich auch noch in der Kindheit Da gab es ja immer Zeitungen, die mal gerade in der Sommerpause, wenn so ein bisschen tote Hose war auch schon mal gerne Artikel gebracht haben.

00:08:59: Wie kann die Welt dann in den Fünfzig Jahren oder sowas aussehen?

00:09:02: Und ich erinnere mich auf jeden Fall noch damals irgendwie im Sommer war's auch wahrscheinlich weil ich grade wieder im Urlaub Und wir haben eine dieser Boulevard-Zeitungen gelesen, die dann irgendwie auch nach Frankreich transportiert wurden.

00:09:14: Da war eben so ein Bild zu sehen.

00:09:16: Ich könnte mich genau erinnern von einer Autobahn und an der Leitplanke sozusagen hing wie mit einem Greifarmen hingen das Auto da dran Und in dem Auto haben alle miteinander Karten gespielt und das war sozusagen die Zukunft.

00:09:35: Also man würde auf der Autobahn praktisch so transportiert werden, ja?

00:09:40: Das würde so magnetisch würde der Arm dann an dieser Leitplanke immer weiter gehen und man sitzt nur noch im Auto wird transportiert und kann.

00:09:49: während der Zeit muss man sich nicht mehr mit Lenken beschäftigen sondern kann Karten spielen.

00:09:54: Das war so eine Zukunft, die damals auch prognostiziert haben.

00:09:57: Ist jetzt noch nicht da?

00:09:58: Aber selbstfahrende Autos sind natürlich schon ein aktuelles Thema.

00:10:04: Ja absolut!

00:10:05: Da ist ja vieles von auch tatsächlich umgesetzt worden vielleicht ein bisschen anders als wir uns das damals vorgestellt haben.

00:10:12: Aber interessant ist es ja auf jeden Fall und ich finde, das ist ein unfassbar spannendes Forschungsobjekt sich mit dem Thema Zukunft auseinanderzusetzen.

00:10:21: Wenn gefragt gibt's denn mehrere davon?

00:10:23: Ja natürlich jeder von uns hat auch eine andere Idee von Zukunft.

00:10:28: wie stellen wir uns den Straßenverkehr vor?

00:10:31: Wie stellen wir unser Leben vor in den nächsten Jahren Und dass das Ding ist was, glaube ich, viele nicht verinnerlicht haben.

00:10:41: Wir alle gestalten unsere Zukunft und die Zukunft ist aber etwas, das irgendwie so ein bisschen behandelt wird als wäre es irgendwie so einen katastrophaler Zustand.

00:10:57: Die kommt zu über uns!

00:10:58: Ja genau, dass sie kommt zuüber uns und wir warten, was passiert.

00:11:03: Da waren uns jegliche Kreativität und Vorstandskraft fehlt, was das denn sein könnte.

00:11:08: Ja, wir denken bis zum nächsten Urlaub.

00:11:10: Bis zum nächsten Mittagessen.

00:11:11: aber das ist ja auch eine gemeine Frage die bei Vorstellungsgesprächen immer noch häufig gestellt wird.

00:11:16: Wo sehen Sie sich denn heute in fünf Jahren?

00:11:19: Erster Impuls auf den Bahamas.

00:11:23: Genau, reicht auf dem Bahamas!

00:11:27: Das ist so ne typische Personala-Frage.

00:11:31: also da kann man mal gucken was man da als richtige Antwort So findet.

00:11:37: Aber das, was du gerade gesagt hast... Ich meine, was dem glücklicherweise jetzt eigentlich entgegenwirken kann ist natürlich auch das Motto für die nächste Session.

00:11:50: Also das ist ja genau das Gegenteil von der Zukunft kommt über uns.

00:11:55: Sondern Morje Eswardou Drosmès ist natürlich eher das Gestalterwäsche.

00:12:01: also dass morgen ist nicht irgendwie da und wir dürfen einfach passiv gucken, was denn da so passiert?

00:12:09: Sondern es geht darum anzupacken.

00:12:12: Damit das morgen eben auch noch lebenswert ist.

00:12:15: Ja absolut und ihr passiert ja nicht zufällig in diesem Podcast!

00:12:19: Wir orientieren uns an den großen Themen unserer Tage dem Kölner Sessionsmotto für die kommende Session.

00:12:25: Wir haben ja mittlerweile ein designites Dreigesstirn von der Kölners Nacherenzunft am Stach.

00:12:30: Und hier geht's einfach ganz klar darum dass Zukunft nichts ist, was irgendwann irgendwie auf uns zukommt.

00:12:39: Sondern was wir permanent jede und jeder von uns jeden Tag produzieren.

00:12:45: Durch Entscheidungen durch das, was wir tun aber auch durch das was wir nicht tun.

00:12:52: Wenn ich es für eine gute Idee halte... mit einem stechenden Schmerz in der Leistengegend, Tagel an nicht zum Arzt zu gehen.

00:13:00: Dann könnte meine Zukunft lauten, veralterter Blintarm... Das wäre dann auch relativ schnell in der Gegenwart!

00:13:10: Also ich glaube so über die Zukunft nachzudenken das ist eine Fähigkeit, die uns möglicherweise ein bisschen verloren gegangen ist in unserer Gesellschaft weil wir uns ja natürlich seit Jahren von einer Krise zur nächsten Hangel.

00:13:27: Ständig kommt was Neues und damit seht ihr ja schon mal genug beschäftigt, ist ja nicht so als wenn uns langweilig wäre.

00:13:34: Aber dennoch ist es ja so wichtig die Zukunft auch proaktiv zu gestalten.

00:13:39: Das ist ja eine Haltung wie wir können die Zukunft nicht kennen.

00:13:43: Wir wissen nicht was Zukunft is.

00:13:47: Wenn wir wüssten was es ist, wenn das alles feststünde wär's keine Zukunft mehr.

00:13:54: Unzahl an Möglichkeiten, was wir tun können.

00:13:57: Was kommt auch und so?

00:13:59: Wie können wir das Ganze gestalten?

00:14:02: Welche Zukunfts könnten entstehen und welche davon wollen wir wahrscheinlich machen?

00:14:10: Das ist dieser Einflussphäre die wir haben Und ich finde dass es natürlich auch etwas was uns gerade als Spezies besonders macht und auch besonders erfolgreich macht.

00:14:22: Also dass wir erstens einfach natürlich lernen können aus Dingen, aus der Vergangenheit und das wir auch ein Zukunftsgefühl haben also dass wir gestalterisch eben auf so etwas wie Zukunft, was natürlich jetzt erstmal gar nicht zu greifen ist aber dass wir es natürlich aus Erfahrungen wissen.

00:14:43: okay ich habe eine Vergangenheid Ich habe eine Gegenwart und vor ein paar Jahren war meine Gegenwart noch Zukunft, also dass ich weiß, ich kann versuchen zumindest Einfluss darauf zu nehmen.

00:14:56: Und ich hab einfach natürlich unterschiedliche Einflüsse fairen.

00:15:01: ja in meinem privaten Bereich kann ich wahrscheinlich mehr durchsetzen als jetzt im globalen Bereich aber das sollte einen natürlich nicht davon abhalten eben grundsätzlich zu versuchen die eigenen Werte zu leben und natürlich auch zu schauen, ob ich andere auch für diese Werte begeistern kann.

00:15:22: So dass man gemeinsam dann die Zukunft

00:15:24: bestalten kann.

00:15:26: Ja?

00:15:27: Ja absolut!

00:15:28: Und es gibt ja zu dem Thema, gibt's ja spannende Bücher-und Abhandlungen.

00:15:35: ein Buch was ich gerade lese ist von Florence Gaupe.

00:15:39: Die Wissenschaftlerin sieht man häufiger auch schon mal in den Talkshows, die hat also ein tolles Buch geschrieben zum Thema Zukunft und die hat was rausbekommen oder was formuliert.

00:15:50: Wo ich erstmal gedacht habe, meinst du das ernst?

00:15:53: Kann das wirklich sein?

00:15:55: Also es ist so, Zukunft ist etwas, was vielen Leuten Angst macht weil wir eben nicht wissen was auf uns zukommt.

00:16:02: und mit dieser Ungewissheit können viele Menschen gar nicht gut umgehen.

00:16:07: Und jetzt kommt was.

00:16:08: Es gibt Menschen, denen eine sicher negative Zukunft angenehmer erscheint als eine offene.

00:16:17: Also die Vorstellung alles was kommt wird irgendwie doof.

00:16:21: Ja also es ist so dieser gesellschaftliche Pessimismus der sich auch breit macht.

00:16:28: Warum?

00:16:30: Wenn ich mir eine negative Zukunft vorstelle dann weiß ich wenigstens woher ich bin.

00:16:35: Genau!

00:16:36: Dann kann ich da drüber mobben.

00:16:40: Also erstens ich weiß, woran ich bin.

00:16:42: Das gibt eben genau dieses Gefühl von Sicherheit und ich habe dann immer noch die Möglichkeit mich darüber auszulassen um zu klagen und so moppern und zu sagen ob wie schlimm das alles ist.

00:16:53: Das ergibt dann wieder Erleichterung.

00:16:58: also ich kann zumindest sozusagen schreien, wütend sein.

00:17:03: Mich ärgern all diese Sachen die im starke Emotionalität haben und die natürlich eben auch eine Art von Lebendigkeit geben.

00:17:13: ja also wenn man sich wütent fühlt dann fühlt man sich schon sehr energisch da fühlt Man sich schon Sehr sehr gerade in der welt.

00:17:21: Ja so das heißt es gibt Lebendlichkeit und Es gibt auch sowas wie ein Sinn im Leben.

00:17:27: Also man kann eben auch als HB-Männchen, man kann das zur Profession machen.

00:17:34: Ja?

00:17:36: Absolut!

00:17:37: Und das ist natürlich schlimm.

00:17:40: Wir sind ganz gemeinsam unterwegs.

00:17:43: also dass man sich sozusagen in so einer Negativitätsspirale, dass man es sich da bequem und gemütlich macht und dann immerhin weiß okay ich habe meine Feindbilder und an den kenne ich mich abarbeitet.

00:17:57: Und es ist so, wenn wir natürlich permanent negativ geprägte Zukunftsbilder konsumieren dann verlieren diese aber auch irgendwo ihre eigentliche Warnfunktion.

00:18:10: Also statt den Gedanken zu haben, den Impuls zu haben hey da müssten wir jetzt mal was tun entsteht er irgendwie so ja oder kann man sowieso nix machen?

00:18:22: Wieso was fatalistisches?

00:18:24: Ja,

00:18:24: total fatalistisch und ich finde so da braucht's mal wieder diesen Ruck den durch Deutschland gehen müsste.

00:18:35: Es hat ja unser ehemaliger Bundespräsident Romain Herzog schonmal gesagt auf den Ruck warte ich besäute!

00:18:42: Das kann nicht genug ruckeln,

00:18:44: sage ich.

00:18:48: Das Problem stand aber auch darin zu legen Pessimismus sich häufig für besonders realistisch hält.

00:18:55: Das fühlt sich eher Wirkliche an, ja?

00:18:59: Ja das kann ja nicht funktionieren und das ist dann aber am Ende nichts anderes als eine sich selbst erfüllende Prophezeiung Und uns geht irgendwie so die Gestaltungsfähigkeit verloren.

00:19:10: wir alle haben es in unserem Bereich doch im Griff etwas zu tun Egal zu welchen Themen ob wir das Ehrenamt stärken wollen auf den Karneval in Zukunft bringen wollen im Sportbereich irgendwie was machen wollen.

00:19:24: Ja, natürlich sind da auch noch die anderen Themen... aber wenn man mal ehrlich ist so Themen wie Klimawandel oder Dreier, die sind alle total unsexig geworden weil da permanent drüber gesprochen wird und alle das Gefühl haben wir können sowieso nichts machen.

00:19:42: Und diese Begeisterungsfähigkeit, die fehlt irgendwo, das ist schade!

00:19:47: Ja, und was es da eben braucht als Gegengift ist einfach immer wieder gefühlte und praktizierte Selbstwirksamkeit.

00:19:57: Darüber haben wir ja auch schon gesprochen.

00:19:58: Und genau also manche Dinge erscheinen halt so groß dass man das Gefühl hat, man ist ohnmächtig.

00:20:06: Was soll ich schon dagegen ausrichten?

00:20:09: Also dieses Gefühl.

00:20:10: So und das Problematische wenn sich so was durchsetzt und eben einfach wie ein schleichendes Gift komplett in jede Zelle dieses Körpers einzig hat.

00:20:21: Und man das Gefühl hat, es bestimmt dann das ganze Leben.

00:20:24: also was hilft?

00:20:26: Einfach mal zu schauen okay jetzt gehe ich mal ganz realistisch einfach mal bei mir selbst oder meinen kleinen Umfeld Was kann nicht denn da tatsächlich gestalten?

00:20:37: Also, wo habe ich jetzt da Gestaltungsmöglichkeiten?

00:20:41: Ich kann gucken was sich anziehe.

00:20:43: Ich kann schauen wie ich in meiner Nachbarschaft irgendwas bewirke.

00:20:51: Immer wieder zu spüren – ich kann wirksam sein!

00:20:58: Und das hilft natürlich dann auch.

00:21:00: Das hat eine positive Bestärkung, dass ich das merke, okay, ich kann das ja immer mehr auf andere Felder ausweiten.

00:21:08: Natürlich brauche ich für größere Dinge üblicherweise auch Gefährtinnen und Gefährten, die das mit mir gehen oder mit mir poppen.

00:21:17: Aber ... Auch die Leute sind da.

00:21:20: Also ich meine, selbst die Beklopptesten auf dieser Erde haben Follower.

00:21:25: also warum sollten wir nicht auch die besten Ideen auf diesem Planet einen Follower haben?

00:21:30: Ja ja die bekloptesten am meisten die meisten Followers so ja und

00:21:36: dann müssen wir entgegenwürden.

00:21:37: genau das ist es eben dass diese Negativitätsspirale wo man sich dahinter versammelt ja also diese Cassandras die da rumlaufen oder immer wieder alles in negative ziehen.

00:21:50: Also wenn ich Frau Weidel schon reden höre, wird bei mir die Milch sauer?

00:21:54: Das kann ich hier recht sagen!

00:21:56: Es ist eine unerträgliche Negativität und das kann man sich nicht anhören.

00:22:02: Ja also...das ist furchterregend.

00:22:07: Das erleben wir ja auch an anderen Bereichen.

00:22:10: Ich weiß nicht ob du die Pressekonferenz von Jürgen Klopp gesehen hast als er den Kader vorgestellt hat Und er hat im Prinzip schon so ein bisschen zuvor gebaut.

00:22:19: Er hat natürlich, ich weiß nicht, vierundfünfzig Leute nominiert in zwei verschiedenen Kadern und der hat genau diese Negativität, hat ja angesprochen, weil da sind halt alles dreiundachtig Millionen Bundestrainer draußen und sobald jetzt also die neue Ära beginnt sollte natürlich auch gerade die ganz jungen Spieler die Möglichkeit haben sich zu entwickeln.

00:22:42: Weißt du schon genau wie es geht?

00:22:45: Vielleicht ein Spiel verloren, noch ein zweites Spiel verloren.

00:22:48: Der bringt das einfach ohne mich!

00:22:49: Da haben wir so wieder... Ja, so,

00:22:54: ne?!

00:22:54: Also das

00:22:59: ist schwarz sehr.

00:23:02: Klar diese Emotionalität gibt Menschen eben was und das gibt auch Identität.

00:23:07: aber das ist wirklich keine gesunde Identität.

00:23:10: Es gibt ungesunde Identitäten Ihr lieben nach draußen.

00:23:15: Und zieht sie bitte nicht an, ja?

00:23:17: Ich habe jetzt wurde gerade den Klopp erwischt und es hat da diese forty-viertig Leute hier schon Kartonen gesehen.

00:23:24: Lieber der Klop, hier ist ihr Mannschaftsbus das war dann so ein Drei-Stöcker.

00:23:33: Das fliegende

00:23:34: Klassenzimmer!

00:23:35: Genau damit er alle Leute überhaupt in den Bus unterkriegt sowohl die Spielhalse als natürlich auch noch den Staff.

00:23:41: dazu gehört

00:23:43: Ja ja, ganz genau.

00:23:45: Aber wenn wir noch mal den Schwenk machen zum Anfang dieser Folge dann haben wir über diese Zeit gesprochen als ja so Zukunft noch etwas sehr diffusis war.

00:23:55: digitalisierung automatisierung das war alles noch so in weiterferne und dann wurde die musik irgendwann elektrischer dann kamen die ersten sind die saasa raus und es hatte so eine aufbruchstimmung.

00:24:07: man hat eine ganze neue technologie.

00:24:11: Dann haben wir uns auch oft damit beschäftigt, wie wird das aussehen?

00:24:14: Ja.

00:24:14: Also ja vielleicht auch während des Mathe unterrichts mal so ein bisschen den Tag Träumereien hingegeben.

00:24:22: Aber diese Tagträume rein hatten vielleicht auch ein Stück weit eine Fantasie ausgelöst und eine Fantasi die könnten wir heute wieder ganz gut gebrauchen und zwar eine, die uns nicht einfach nur vorgesetzt wird von irgendeiner App oder

00:24:36: K.I.,

00:24:37: sondern Phantasie Um wirklich mal zu überlegen, wie gestalten wir eigentlich unsere Zukunft?

00:24:42: Weil wir sind ja alle unfassbar gut darin.

00:24:46: Die Gegenwart effizienter zu organisieren.

00:24:48: Stressmanagement, Zeit-Management... Alles versuchen wir zum Managen.

00:24:52: Jeder Workshop hat irgendwie ein Managementanhängen.

00:24:56: Aber irgendwie sind wir dann gedanklich auch immer nur im Rückspiegel unterwegs.

00:25:00: Wir können mal hervor und erklären wohin wir kommen aber wir können nicht sagen wo wir fahren.

00:25:08: Das fände ich ganz gut, wenn das auch mal wieder in den Schulmeer verankert würde.

00:25:13: Wir haben ja schon über viele Themen gesprochen hier an der Kreativität, Selbstsorgsamkeit, Anlieguität.

00:25:19: Ich glaube, dass sind eigentlich so die richtig wichtigen Schulfächer auch.

00:25:23: Was wollen wir eigentlich von der Zukunft?

00:25:26: Was stellen wir uns dann eigentlich vor?

00:25:30: Deshalb ist dieses Motto ja auch so toll.

00:25:31: Moin ist was du daraus messst!

00:25:33: So ist es... Genau,

00:25:34: da sind wir alle eingeladen eben mitzumachen.

00:25:40: Wir können uns definitiv vorstellen dass die KVB pünktlich ist und die Nord-Südbahn fährt.

00:25:45: das ist eine Option!

00:25:49: Das kann sein, dass die Ringe irgendwann autofrei werden.

00:25:52: Es kann sein das man mit dem Drohnen-Taxi über den Reihen fährt weil die Brücken immer noch gesperrt sind.

00:25:57: Das kann passieren oder dass dieses Katapult da kommt und rüber schossen wird.

00:26:05: Super!

00:26:07: So ein großes Katapult.

00:26:09: Da hast du da so rüber geschossen.

00:26:11: Der

00:26:12: steht in Deutz und der Katapul ist einmal zu stark eingestellt, schwuppt bis zur Bärscheibe jetzt!

00:26:17: Ja das kann natürlich passieren also muss man genau dosieren.

00:26:23: Die Leute haben schon immer kreativ sich ihre Zukunft vorgestellt was ich auch gefunden habe.

00:26:27: zum Beispiel wir kennen ja alle noch die Firma Stollwerk Die damals auch das Schokoladenmuseum gegründet hat, also die Choco-Fabrik.

00:26:36: Und die haben im Jahre... ...und achtzehnhundertachtundneunzig schon eine Serie rausgebracht mit Bildchen, die immer den Schokoladens beilagen.

00:26:47: Da gab es ja immer so ein Bildchen und eine war eben auch... Wie sieht's aus?

00:26:53: Im Jahr zweitausend!

00:26:54: Das heißt, einhundertzwei Jahre vorher haben sie sich Sachen ausgemalt.

00:26:59: Ich glaube, sechs Bildchen oder so.

00:27:01: was gab es.

00:27:02: Es waren lustige Sachen dabei.

00:27:04: Da hat man sich vorgestellt, dass die Polizisten zu Fledermauskostümer haben und damit die Ganoven fangen.

00:27:12: Das war ein bisschen Batman.

00:27:14: Batman im öffentlichen Dienst?

00:27:15: Genau!

00:27:16: So vogeartige Flügel hatten sie... Und dann hat man vorgestellt ... dass es fahrende Hotels gibt auf Zügen, riesige aufgebrachten Hotels mit denen man durch die Gegend fahren kann.

00:27:29: Man hat gedacht das man einen Sanatorium oben in Heißluftballons macht für kranke Leute die dann auf einer schwebenden Plattform durch die Wolken fahren können.

00:27:40: und solche Sachen hat man sich ausgedacht.

00:27:44: Aber schau mal, dass mit den Hotels auf Schienen in der Orient Express war ja sowas.

00:27:49: Wenn man so will

00:27:51: und die

00:27:52: Kreuzfahrtschiffe, die wir heute haben sind ja nichts anderes.

00:27:55: Die sehen so aus, ne?

00:27:56: Genau!

00:27:57: Also das ist natürlich schon Hotels nur auf Wasser und jetzt nicht auf Schiene aber also vom Prinzip ja nur an der Transportweg.

00:28:06: Ja, und das mit dem Sanatorium?

00:28:08: Wenn man jetzt über die Weltfunkstation nachdenkt, ich mich hätte da schon ein paar Liste hinschicken lassen.

00:28:12: Nein, ich

00:28:15: meine, man kann sich das natürlich auch vorstellen, weil es für Lungenkranke oder so ist ja wieder Seeluft- oder Bergluft.

00:28:22: und wenn du dann so einen Lungensanatorium oben in so heißen Luftballon hast, dass dann immer so über das Meer oder so, ja, das kann man sich natürlich schon ausmalen

00:28:33: werden!

00:28:33: Ja, ja.

00:28:34: Das Jahr ... das Jahr zweitausend war ja immer so dieser Marker am Orgelzorn.

00:28:40: Ja!

00:28:42: Millenium.

00:28:43: Ich weiß es noch wie heute.

00:28:44: Wir waren tatsächlich damals zum Jahreswechsel, zum Jahrtausendwechsel in Köln.

00:28:51: Schon damals spielten die Höhner auf der Domblatte Amorca-Liebplatz und irgendwie dachten alle um zwölf Uhr fällt alles aus.

00:28:58: Das ging dabei der Fall.

00:29:00: War sehr bunt, sehr fröhlich.

00:29:02: dieses Fest Ja, und irgendwann hat man festgestellt ja irgendwie ist doch nicht so spektakulär wie wir uns das gefuckt stellt haben.

00:29:12: Also wie wird die Zukunft sein?

00:29:14: Wird ein KI-Roboter den Köbis ersetzen und genauso charmant sein wie die Köbisse jetzt?

00:29:21: Wir wissen es nicht.

00:29:22: aber wir lassen uns überraschen und gucken mal was passiert Und wo wir mitwirken können.

00:29:27: da wirken wir mit

00:29:30: Genau, und vielleicht haben wir auch die Stadtplaner noch ein paar gute Ideen.

00:29:34: Außer immer nur zu reagieren, vielleicht auch mal Visionen zu erschaffen wie könnte Kern aussehen?

00:29:41: Noch schöner als Paris!

00:29:43: Ja kann man machen.

00:29:45: ich meine es gibt ja diese Masterpläne für Köln.

00:29:48: das Problem ist nur die verschwinden dann irgendwie immer in den Schubplänen.

00:29:52: da gibt's immer eine weihevolle Überreichung dieser Sachen und toll, dass das uns zur Verfügung gestellt wird.

00:29:59: Und dann ist nie Geld da um diese Sachen umzusetzen.

00:30:03: Der Barbarossa-Platz wenn man sich alte Bilder anguckt sah mal sehr schön aus.

00:30:10: er isst seit Jahrzehnten pothestlich so und da schauen wir mal ob man das noch ändern möchte und man wieder versuchten Plätzchen raus zu machen was mit dem Eberplatz wird.

00:30:24: Aber um diese Folge noch mal positiv hier abzuschlesen.

00:30:29: Was mir momentan sehr gut gefällt, was glaube ich ganz gut ausschaut.

00:30:33: das ist das Domhotel also die neue Fassade.

00:30:38: Ich glaube es gibt da oben auch demnächst so eine schöne Rooftop bar.

00:30:41: Also ich glaube da könnte man schon von oben mal ein gutes Getränk können auf die Stadt gucken und so.

00:30:47: Das sieht zumindest ganz nett aus.

00:30:50: Also ich hoffe, es wird bald eingeweiht.

00:30:51: Das wurde ja auch wieder ein paar Monate verschoben aber... Es wurde ja komplett entkernt und so, also da ist ja kaum noch was stehen geblieben.

00:30:59: Man musste mehr machen als man am Anfang gedacht hatte.

00:31:03: Aber ich bin gespannt wie das dann aussieht.

00:31:05: Es wird auf jeden Fall fünf Sterne Deluxe-Spezial sein.

00:31:09: Für mehr als einen Cocktail reichet doch sowieso nicht!

00:31:13: Und da bist du mit fünfzig Euro dabei?

00:31:15: Wenn

00:31:15: wir

00:31:16: jetzt eins, fünf Kilo Roggenbrot in New York, sechzig Euro kosten.

00:31:22: Dann kann man sich auch so ein Luxus-Cocktail mit dem Dom blicken.

00:31:26: Kann man sich da ankehren?

00:31:29: Ja, ja, ja...

00:31:35: Wir

00:31:35: sollten Bäcker werden!

00:31:37: Ganz, ganz genau.

00:31:38: Also wir wissen jetzt nach dieser Folge Zukunft ist nicht das was auf uns wartet sondern Zukunft ist der Raum dessen was noch möglich ist, was machbar ist.

00:31:48: und je mehr Möglichkeiten wir uns vorstellen können desto größer wird unsere Freiheit heute zu handeln.

00:31:55: Ist das nicht ein schöner Satz?

00:31:56: Das ist ein wunderschönes Satz.

00:31:58: schon zum Schluss kann man sagen dass heißt wir sind jetzt raus und wir hören uns in der Gegenwart uns hoffentlich auch in der Zukunft weiter mit neuen Folgen.

00:32:09: bleibt uns gewogen ja und ihr hört von uns

00:32:15: Wo ihr ist, was du das messst.

00:32:19: Z.B.

00:32:19: ein Podcast.

00:32:22: Wir bleiben dran und gestalten überall da wo wir gestalten können.

00:32:27: Bis dahin!

00:32:28: Tschüss!

00:32:37: Das war Phil zu Kamelle.

00:32:39: Lebenskunst

00:32:40: auf reinische Art mit Alfinn

00:32:42: und Jörg Runge.

00:32:44: Hast Du Lust auf ein weiteres

00:32:45: Kamelchen?

00:32:46: Dann abonnieren den Podcast und hören Dir direkt die nächste Folge an.

00:32:49: Filzuckamelle gibt es überall da, wo es Podcasts gibt.

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