Verlässlichkeit
Shownotes
Jetzt reinhören, mitdenken und vielleicht dem einen oder anderen Menschen wieder ein Stück mehr Vertrauen schenken.
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00:00:06:
00:00:20: So, ihr Liebenhörerinnen und Hörer von Philzokamela Lebenskunst auf Rheilische Art.
00:00:29: Hier ist wieder euer Lieblings-Podcast mit dem lieben Ralf und dem liebe
00:00:34: Jörg!
00:00:34: Hallo!
00:00:35: Ja da ist auch der liebe Jørg.
00:00:38: Hallo da draußen!
00:00:40: Tag zusammen!
00:00:42: Schon wieder eine Woche rum.
00:00:46: Wieder eine neue Folge.
00:00:47: auf uns.
00:00:48: könnt ihr euch verlassen!
00:00:52: Ja, bei uns seid ihr nicht verlassen, sondern ihr könnt euch üblicherweise darauf verlassen dass wir jede Woche euch eine neue folge credenzen.
00:01:04: aber du hast das Thema von heute hast ja damit schon sehr geschickt eingefügt und eingeführt Lieber Jörg.
00:01:12: Gute
00:01:13: Überleitung, nicht wahr?
00:01:14: Das ist wunderbar moderativ angeteasert und ja...
00:01:20: genau!
00:01:21: Es
00:01:22: geht um Verlässlichkeit.
00:01:26: Ah...
00:01:26: Ja...
00:01:27: ...verlässlichigkeit.
00:01:30: Ja, wir leben in unzuverläßigen Zeiten Und wir waren also geneigt, ihr leben da draußen einmal über dieses Thema etwas intensivern drüber nachzudenken in unseren Podcast und einfach doch mal zu schauen was Verlässlichkeit überhaupt ist auf der einen Seite.
00:01:51: Und vor allen Dingen auch warum in uns der tief verankerte Wunsch Nachverlässigkeit drin steckt?
00:01:59: Ja genau!
00:02:00: Also warum ist es uns so wichtig?
00:02:04: Was bedeutet das, sag mal für den sozialen Kitt eben auch im zwischenmenschlichen Bereich?
00:02:12: und natürlich auch was fördert denn Verlässlichkeit.
00:02:18: Also was zahlt positiv darauf ein?
00:02:21: Und wie kann man das Ganze natürlich auch torpedieren?
00:02:25: ja also Wie kann man an dieser Säule sägen so dass So dass das Ganze dann leider einstürzt.
00:02:34: Das gibt es ja auch immer wieder.
00:02:38: Ja, da braucht man ja nun mal den einen oder anderen Politiker zu
00:02:41: fragen
00:02:42: und sich Umfragewerte anzuschauen.
00:02:45: Ich glaube die haben sehr viel mit dem Thema Verlässlichkeit zu tun.
00:02:50: also im Prinzip ja die Übereinstimmung zwischen dem was ich sage und dem was Folgen lassen, welche Taten ich meinen Worten folgen lasse.
00:03:03: So ist
00:03:04: es.
00:03:06: Walk the talk sagt der Engländer ja gerne dazu.
00:03:10: Also dass man das was man gesagt hat dann eben auch geht.
00:03:16: also weil Worte sind nun mal öfter mal leicht einfach hinausgeblöckt in die Welt.
00:03:24: Die Frage ist, ob das was man sagt.
00:03:27: Ob das eben auch mit einer Zusage dann verbunden ist?
00:03:31: Also dass man sich auch daran hält und du hast eben Politik schon erwähnt mein lieber Jörg da sagen die Daten ja einiges also Vertrauen in Institutionen beispielsweise nach Studien hat das leider muss man sagen deutlich abgenommen und das spüren wir in Deutschland ja auch.
00:03:54: Ja, absolut!
00:03:56: Und was natürlich auf der anderen Seite nicht dazu führen sollte dass kein Name irgendwelche Aussagen trifft weil auch das passiert im politischen Kontext wenn man sich die eine oder andere anschaut dann versucht man ja überhaupt nichts mehr von sich zu geben worauf man später festgenagelt werden könnte.
00:04:16: also das heißt Verlässlichkeit ist da schon im Kern ausgeschlossen bereits in der Aussage total schwammig ist.
00:04:23: Das ist auch nicht die Lösung, vielleicht in dem Moment für den, der gerade interviewt wird.
00:04:29: Ja das kann man nachvollziehen dass derjenige dann so agiert.
00:04:33: aber für die vielen Wählerinnen und Wähler ist es natürlich kein Verlässlichkeitsmerkmalen an dieser Stelle.
00:04:40: Genau!
00:04:41: Und von daher ist das immer eine Geschichte mit den Wahlversprechen.
00:04:45: also wo wir gerade bei der Politik sind ja Ja, also Wahlversprechen heißt nach der Wahl sie brechen oder so.
00:04:55: Also das ist eben genau das was eben nicht passieren soll.
00:05:00: aber ich meine wir haben es auch erlebt dass also ich sag nur Schuldenbremse beispielsweise ja vorher von der CDU massiv ausgeschlossen beispielsweise und dann kommt sie auf einmal Oder dann wird ein Herbst der Reformen angekündigt, groß und breit.
00:05:21: Und dann kommt der Herbst aber die Reformen kommen nicht und so... Also das bedeutet natürlich eben auch dass sich die Vertrauenskrise leider eben auch von der Seite der Politik befeuern kann.
00:05:35: Das wäre schön wenn man damals zu einem anderen Handeln kommen würde.
00:05:41: Jetzt muss man fairerweise an der Stelle natürlich dazu sagen, dass alle die in der Politik einen Mandat haben abhängig davon sind was drum herum auch geschieht und das haben wir in den letzten Jahren ja nun auch zuhauf erlebt.
00:05:57: Dass Dinge plötzlich eine Tagesordnung sind, die vorher niemand auf dem Schirm hatte und nicht aufm Schirm haben konnte angefangen bei Corona oder dann halt jetzt Die Geschichte im Iran, die Energiekrise, die daraus entsteht.
00:06:15: Also da kann ich schon auf nachvollziehen und positiv in Abzug bringen dass jemand der vorher eine Ausdage getroffen hat, die nicht so einhalten kann weil sich die Rahmenbedingungen plötzlich verändert haben.
00:06:28: Und so wichtiger ist natürlich der Wunsch der wählenden Bevölkerung nach psychologischer Stabilität, wir wollen Verlässlichkeit haben.
00:06:37: Also ich glaube es ist gar nicht so.
00:06:39: das Problem dass die Leute das nicht differenzieren können, dass sie nicht sagen können ah Wir haben verstanden da gibt's jetzt gerade einen neuen Krisenherd den wir früher nicht auf dem Schirm hatten Aber macht was draus und Da ist natürlich dann Verläßlichkeit wichtig.
00:06:54: wenn ich das Thema heute so beurteile morgen so und immer wieder anders Dann wirke ich natürlich unzuverlässig
00:07:02: Ja Und klar, ich meine Rahmenbedingungen wenn sie sich natürlich ändern das auch nicht voraus zu sehen ist.
00:07:08: Das wäre jetzt bescheuert wenn man sich nicht anpassen würde.
00:07:11: ja weil das wären dann glaube ich sturr sinn.
00:07:17: Also ne?
00:07:20: Wenn ich mit sonnigem wetter rechne aber Trotzdem Schirm im Auto habe oder so und dann schüttet das auf einmal wie aus Eimern.
00:07:31: Aber ich sage, nee eigentlich hab' ich ja mit Sonne gerechnet.
00:07:34: Deshalb spare nicht den Schirm jetzt nicht auf.
00:07:36: Kann man natürlich machen ist aber eher dumm.
00:07:39: Ja also eher ungünstig.
00:07:42: Die Frage ist nur ob man vorher eben apodiktisch alles ausschließt nach dem Motto egal was kommt wir werden es trotzdem nicht machen Und das passiert ja leider auch häufig.
00:07:51: Also wenn die Leute sagen würde Also im Moment sehen wir keine Veranlassung dafür, das und das beispielsweise zu tun.
00:08:00: Falls sich irgendwas dramatisch ändert müssen wir die Lage neu überdenken.
00:08:04: Das wäre dann wieder ehrlich ja?
00:08:07: Und damit könnte ich auch was anfangen.
00:08:09: Ja richtig Es gibt ja viele Menschen die sagen früher war alles besser So und ich persönlich glaube dass nicht.
00:08:18: Ich glaube das ist aber der Also der Idee geschuldet oder dem Wunsch geschuldete Menschen sehne sich immer etwas das bleibt.
00:08:29: Und deshalb ist ja Verlässlichkeit auch zwischenmenschlich so ein unfassbar hohes gut geworden, dass man sich nach Möglichkeit auf Dinge die man gestern gesagt hat auch morgen und übermorgen noch verlassen kann.
00:08:45: Es gibt ja eine Verlässlichkeit im Punkt zur Zeit.
00:08:48: Also ich halte mich an Zusagen, ich halbe mich an Uhrzeiten wenn nicht verabredet bin.
00:08:54: So da gibts natürlich auch eine innerliche Verläßlichkeit.
00:08:56: Ja das heißt ich liefere das was ich versprochen habe oder was wir besprochen haben und es ist auch wichtig ein Stück weit eine emotionale Verlästlichkeit zu haben.
00:09:09: Also keine Stimmungslotterie, sondern ich bin berechenbar in meinem Verhalten.
00:09:14: Ja!
00:09:16: Berechenbar... also das ist ja... Ich finde dass es zu Unrecht negativ konnotiert, der sicher so berechen war.
00:09:25: Ich glaube, dass das gut ist wenn man berechen bar ist weil da auch für Werte steht und für Verhaltungen steht und andere wissen genau so habe ich ihn eingeschätzt.
00:09:37: Ja, bin ich ganz bei dir.
00:09:38: Also muss sich nun mal das andere extrem um vorstellen.
00:09:44: Ich meine, begegnest du einfach jemanden und du streckst die Hand aus zum Handschütteln und der nimmt die Achse und hackt sie ab?
00:09:54: Das ist ein ganz krasses Beispiel.
00:10:04: Man rechnet damit, dass man hier vielleicht sich die Hand schüttelt und dann passiert auf einmal was ganz anderes womit man überhaupt nicht gerechnet hat.
00:10:14: Es ist doch schön das es die KVB theoretisch fährt!
00:10:21: Ja, es ist vielleicht auch schön wenn man sich darauf verlassen kann dass sie's nicht tut.
00:10:27: Dass die Deutsche Bahn oder dass die regelmäßig zu spät kommen.
00:10:31: Auf irgendwas muss man sich verlassen können ja.
00:10:33: Genau.
00:10:33: also man kann natürliche sich auch schon eine Verspätung dann verlassen wenn man das schon einkalkuliert hat und weiß okay jede zweite kommt irgendwie nichts irgendwie die Bahn oder sowas.
00:10:43: damit kann man natürlich dann auch arbeiten.
00:10:46: Aber Verlässlichkeit ist eine absolute Grundlage.
00:10:49: Wie soll man sonst vernünftig menschlich miteinander umgehen, wenn man den anderen überhaupt nicht einschätzen kann?
00:11:00: Die Regeln des normalen menschlichen Miteinanders auf einmal komplett über den Haufen geworfen werden – also das Chaos eher unproduktiv!
00:11:10: Ja, ich glaube soweit muss man an der Stelle noch gar nicht gehen.
00:11:14: Ich stimme dir da grundsätzlich komplett zu.
00:11:18: wenn ich mal in meine Kindheit zurückblicke Dann war es so dass wir uns morgens früh auf dem pausenhof für nachmittags verabredet haben.
00:11:27: Da hieß es dann fünfzehn urbolzplatz und dann war das auch Fünfzehn Urbolz Platz.
00:11:33: Und dann hat man nicht vorher nochmal eine whatsapp Gruppe aufgemacht sondern Die Leute die das morgens durch auf dem Pausenruf verabredet haben, die waren nach dem Taxi tatsächlich da.
00:11:44: Und es ist ganz... Ja erstaunlich!
00:11:46: Das war ganz selten was nicht der Fall war, weil man vielleicht einen Termin beim Kieferautopänen vergessen hatte oder irgendwas.
00:11:54: Aber das ist heutzutage in der Zeit von WhatsApp-Gruppen und von Chatgruppen und so.
00:12:00: Das ist sehr flexibel geworden.
00:12:02: Das heißt dann wird bis zum Schluss diskutiert.
00:12:05: Kurz vor drei wird dann die Frage gestellt, ob wir überhaupt Fußball spielen wollen und ob wir nicht doch was ganz anderes machen.
00:12:11: Also Verbindlichkeit wird aus meiner Sicht heutzutage oft durch Flexibilität ersetzt Und das macht auch wieder unverlässlich Unzuverläßig.
00:12:24: Ich glaube dass hat eben auch ein bisschen etwas mit zunehmender Ego-Manie zu tun in diesem Kontext Oder eben, weil es zu viele Alternativen gibt und weil man das irgendwie sich das so eingeschlichen hat.
00:12:38: Ja ja dann komme ich dann oder ja wie ich sag zu aber dann sage ich irgendwie kurz vorher sage ich dann einfach wieder ab und so weil mir ist jetzt gerade nicht danach.
00:12:49: und so ich hatte das Gefühl dass sich da so eine Tendenz entwickelt hat in diese Richtung.
00:12:56: Ich meine früher gab es dann eben auch Verträge per Handschlag Ja?
00:13:03: Wo klar war, der Handschlag hat das Ganze besiegelt und da kann man sich drauf verlassen.
00:13:08: Also wenn ich dem anderen die Hand gegeben habe... Da war die Hand drauf!
00:13:13: Und das war verletzlich und ich habe das Gefühl dass das erodiert ist also dass es irgendwie mehr so.
00:13:24: ja, ich gucke mal wo nach mir ist dann Ich sage jetzt mal zu aber ich guck dann mal wovon nach mir isst.
00:13:31: Ja, was du vorhin Ego Mani genannt hast das nennen ja viele Wissenschaftler auch Trend zur Individualisierung.
00:13:43: Das fängt bei Ernährungsformen an und was ich geht weiter mit ganz vielen Bereichen des Lebens.
00:13:49: Das ist auf der einen Seite total begrüßenswert führt auf der anderen Seite aber dazu dass uns der kleinste gemeinsame Nenner fehlt.
00:13:56: Und ja, dann auch ich überlegt man das noch mal bis kurz vor Schluss und Ja du hast dann noch dass das große Angebot ja und die baldig mich für alles entscheide.
00:14:07: Entscheide ich mich gegen die anderen eingebote und da fällt vielen total schweren.
00:14:11: Das ist heute beispielsweise bei der Berufswald so wenn es um Studium geht.
00:14:15: um Ausbildung Ja Leute lieber erstmal gar nichts entscheiden und sagen muss ich mir nochmal überlegen bevor sie sich selbst gegenüber dem vorwurf aussetzen ich habe es falsch entschieden was ihr dann noch gar nicht wissen können ja so.
00:14:30: Also verlässlichkeit scheint etwas anderes zu sein als kurzfristiges denken mal eben schnell passt schon irgendwie sondern, verlässigkeit scheint etwas zu sein das eben dauerhaft bestand hat
00:14:43: Ja und was eben damit auch zu tun hat dass es natürlich auch sowas wie Sicherheit und Geborgenheit dann eben auch vermittelt.
00:14:51: Also ich weiß, da gibt's ein beständiges Verhalten von jemandem, okay darauf kann ich mich verlassen, da weiß ich, da ist Unterstützung ja das hat ja auch was mit Respekt und Wertschätzung auch zu tun also dem anderen gegenüber.
00:15:09: Ich hab so'n bisschen Gefühl, das ist eher so... stärker bereitet man sich diese Tinder-Mentalität.
00:15:16: Also nach rechts wischen, da links wischen und so, dann wisst du die in die eine Richtung und dann wischst du irgendwie dreißig, die dir gefallen können, wischste in die andere Richtung und guckst du gegebenenfalls mal... Ja das ist so!
00:15:32: Das ist dieses große Angebot, was dann irgendwie da ist.
00:15:37: Und es hat alles so eine gewisse Oberflächlichkeit und das hat so eine Unverbindlichkeit eben auch.
00:15:45: Ja ja, das ist ein sehr gutes Beispiel.
00:15:48: also ich höre davon dass es das gibt.
00:15:50: Ich war auf dieser Plattform noch nicht unterwegs.
00:15:52: Ich finde es auch befremdlich weil ich ja noch so groß geworden bin.
00:15:57: früher in der Schule Ja, so da hat man sich noch zettel geschrieben unter der schulbank.
00:16:01: also und willst du mit mir gehen?
00:16:04: ja nein vielleicht
00:16:06: ist es
00:16:06: vielleicht war zumindest kein ein
00:16:12: ganz verbindlich was auch noch
00:16:14: nicht.
00:16:15: Aber wenn du jetzt dann nur schaust ich betrachte einen bild die guten ins töpfchen die schlechten ins kopfchen ja ich weiß nicht.
00:16:24: also wie soll da wirklich eine Verbindung aufgebaut werden, wo man sagt okay da gibt es auch ein Match von Seiten der Interessen die man hat.
00:16:33: Man funkt oft derselben Frequenz und man hat Ideen.
00:16:36: also egal vielleicht bin ich dafür auch schon zu alt das mag sein.
00:16:42: Ja vielleicht mein Gefühl ist eben dass diese Option viel leicht stärker geworden ist.
00:16:48: ja Ein klares Ja oder ein klares Nein.
00:16:54: Damit kann man was anfangen, dann weiß man wo man dran ist.
00:16:58: Das vielleicht, klar das gab es früher eben auch schon.
00:17:01: Ich habe das Gefühl dass vielleicht Kästchen ist größer geworden oder es wird viel häufiger angekreuzt.
00:17:07: Also ja gucken wir mal so und das ist so... Ja, Küste hücknet Küste morgen.
00:17:17: Dann hat die auch so ein bisschen was Kölsches hat das auch.
00:17:23: Ja, natürlich auf der einen Seite ja.
00:17:26: Also es ist so, nehmen wir mal den großen Bereich Verkauf und Beratung.
00:17:32: da gab's bis vor fünfzehn Jahren, zwanzig Jahre, da gab es mal diese klassischen Verkaufen Seminare.
00:17:42: Typischerweise Einwandbehandlung.
00:17:44: wenn der Kunde dies sagt antworte ich das und wenn der kunde jenes sagt, antworde ich dies.
00:17:50: Das ist mittlerweile aus meiner Sicht komplett zu vernachlässigen.
00:17:54: an der Stelle tatsächlich, weil der Kunde mittlerweile auch anders tickt.
00:17:58: Der ist erstens mal wesentlich informierter als er es vorher war.
00:18:02: Das heißt, der hat sich in aller Regel über das Produkt was er kaufen möchte schon informiert und insbesondere dann mit viel Geld kostet.
00:18:09: Dann fragt er Google, dann fragt der KI, dann was ich liest, macht sich firm so... Und der Kunde braucht heute etwas ganz anderes.
00:18:18: Der braucht keinen Gegenpart, der den Alpenwand behandelt sondern er braucht jemanden, der ihn ernst nimmt und der Vertrauen schenkt.
00:18:28: und Vertrauen hat etwas zu tun mit Verlässlichkeiten.
00:18:31: Das ist aus meiner Sicht Verläslichkeit heute tatsächlich ein echter Wettbewerbsvorteil.
00:18:37: Ich gebe mal ein Beispiel Ich bin mal vor einiger Zeit in einem Auto raus gewesen, habe mich für einen Modell interessiert.
00:18:44: Das war aber nicht da und dann sagte der Verkäufer ich schreib mir das auf und ich melde mich bei ihnen sie kriegen morgen für meine Nachricht.
00:18:53: Auf die Nachricht warte ich bis heute.
00:18:55: Ich hab mittlerweile auch noch ein anderes Auto.
00:18:58: Dass es nicht passiert so ja?
00:19:00: Und ich verstehe dass es sicherlich tausend Gründe im Alltag gibt warum das mal unter Tisch fällt weil es gerade nicht passt oder was.
00:19:09: Aber da wäre Verlässlichkeit tatsächlich ein Wettbewerbsvorteil gewesen, denn ich wäre mit Sicherheit noch mal zu einem zweiten Gespräch in diese Niederlassung gegangen.
00:19:19: Um mir genau just dieses Modell anzusehen und vielleicht hätten wir es dann auch gekauft so.
00:19:25: Ja, ja!
00:19:27: Schlauze verpasst für einen Schlausseverkauf.
00:19:32: Also ich glaube Menschen brauchen Sicherheit
00:19:36: Das ist ganz bei dir.
00:19:38: ja und das Gefühl von Sicherheit auf jeden Fall genau Ja,
00:19:44: dass gefühl von sicherheit was uns vermittelt.
00:19:46: ich weiß woran ich hier bin.
00:19:49: Hier warten keine bösen überraschungen auf mich und hier werde ich nicht hängelassen so
00:19:54: Genau
00:19:55: Ganz wichtig und ich bin
00:19:58: in dem orsten auf genau
00:20:03: Ja, die Erde ist keine Scheibe.
00:20:05: Nein,
00:20:06: es ist definitiv nicht genau so.
00:20:09: Also das sind... Genau, es braucht verlässliche Grundlagen.
00:20:14: Es braucht eine Basis eben auch für das Miteinander.
00:20:18: Dass man sich darauf verlassen kann wenn Zusagen gegeben werden und dass das Input gegeben wird.
00:20:25: Und wenn es eben nicht geht, dass man auf jeden Fall sich natürlich meldet Das und das kommt dazwischen, oder?
00:20:35: Das funktioniert nicht.
00:20:36: Also dass man eben auch absagt.
00:20:39: Ja also ich habe das auch schon erlebt, dass sich bei mir welche für das Vorgespräch gemeldet haben im Coaching Und ich saß in dem Zoom-Raum und ich saße alleine da Es gab keine Absage es gab nix Wo ich auch denke, okay also das ist auch meine Lebenszeit hier und ich könnte jetzt auch was anderes machen.
00:21:06: Ich warte auch nicht ewig in dem Zoom-Raum, das ist klar.
00:21:10: ja.
00:21:11: aber wenn man irgendwann einen Termin bucht und ich habe das Gefühl es ist halt eben so einfach natürlich.
00:21:17: Ich kann online, kann ich Termine buchen?
00:21:19: Kann mich da reinschreiben?
00:21:20: Aber für manche Menschen leider dann keine Verbindlichkeit sondern Ja, also wenn ich was buche dann sage ich ab und ich lebe das auch in anderen Geschäften dass die mir denn immer sagen aber wenn sie nicht können sagen sie bitte ab.
00:21:35: Das muss man offensichtlich immer auch immer wieder dabei sagen.
00:21:37: bei mir ist es ganz klar ja wie ich nicht kann sag ich ab lasst den Termin nicht einfach verstreichen sondern ich sage ab Das hat da was mit Wertschätzung und Umgeheim zu tun.
00:21:50: Ja, natürlich!
00:21:51: Und das hat aber aus meiner Sicht auch sehr viel mit der Fähigkeit zu tun die Welt mit den Augen des anderen zu sehen.
00:22:01: Da sieht man wieder bei Ego Mani, dass scheint ein bisschen aus der Mode gekommen zu sein... dass man beispielsweise einen Zahnarzttermin rechtzeitig absagt, wenn er ihn nicht einhalten kann.
00:22:11: Weil der Zahnarzial nun auch sein Geld damit verdient und in der Zeit einen anderen Patienten behandeln kann oder was auch immer wo man sich hin meldet.
00:22:21: Was man macht... Ich habe das auch schon im Gespräch mit Unternehmen gehört, dass Menschen zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden
00:22:30: und
00:22:31: die nicht absagen.
00:22:34: Also das ist erstaunlich!
00:22:36: Ich finde, auch wenn man sich gegen etwas entscheidet kann man ja dennoch sagen.
00:22:41: Danke dass die Zeit genommen haben.
00:22:43: ich habe in der Zwischenzeit was Neues gefunden.
00:22:46: So irgendwie so nett sein freundlich sein das passiert nicht.
00:22:50: oder das Bewerber aufschlagen mit zehn fünfzehn Minuten Verspätung und sich dann darüber aufregen dass es in der Innenstadt keine Parkplätze gibt aber im Besitz eines Handys sind mit dem sie sehr wohl in der Lage gewesen wären, eine kurze Meldung abzugeben.
00:23:07: Entschuldigen Sie bitte ich verspäte mich!
00:23:10: Ich bin in zehn Minuten bei Ihnen.
00:23:12: Das passiert nicht.
00:23:14: Kann man machen.
00:23:14: ja auch Ärzte hast du eben schon erwähnt ne?
00:23:17: Die sagen das auch immer wieder wie viele Termine nicht eingehalten werden also was gebucht wird und nicht abgesagt wird.
00:23:25: Ich finde diese Mentalität wirklich schwierig.
00:23:29: Ja und diese mentalität setzt sich auch in der Gastronomie fort, ja?
00:23:33: Gute Bekannte von uns!
00:23:35: Die betreiben ein sehr nettes Restaurant und da sieht wir regelmäßig gerne zu Gast und die berichteten uns kürzlich dass denen einen Tisch mit fünfzehn Personen von jetzt auf gleich abgesagt hat.
00:23:49: Ne wie kommen wir heute doch nicht... Und das ist frech und unverschämt finde ich, denn wenn ein zwei Personen aus dieser fünfzehner Gruppe krank werden dann hat damit niemand ein Problem.
00:24:01: Wenn man aber für fünfzehn Leute plant, dann habe ich diesen Tisch für fünfzendote vergeben den kann ich nicht für andere weitervergeben.
00:24:08: Ich habe mich auch bevorratet, ich habe Lebensmittel eingekauft.
00:24:12: ja Und da bin ich der Meinung sollte man auf jeden Fall eine Servicegebühr für Reservierung verwenden.
00:24:20: Das heißt, die kann man ja nachher gerne verrechnen.
00:24:22: Wenn man vor Ort gut gespeist hat dann kann ich sagen okay ihr seid ja da keine Reservierungsgebühr aber bei fünfzehn Leuten, da bin ich der Meinung, da sollte man auch ruhig mal eine Reservierungsgebühr nehmen.
00:24:36: Ja Ich habe von einem ähnlichen Fall auch vor einiger Zeit im Steilanzeige gelesen.
00:24:41: Da wurde auch vom Restaurant berichtet wo auch eine große Gruppe reserviert hatte und die haben dafür natürlich eingekauft, wie du gesagt hast.
00:24:51: Ja!
00:24:52: Und dann sind hier nicht gekommen.
00:24:57: Das ist ja...
00:24:59: Gleiches, gleiche Scanner ich aus dem Kalewald.
00:25:03: Letztes Jahr in November eine wunderbare Herendsitzung im Rhein-Erftkreis und da waren anderthalb Tische nicht besetzt.
00:25:11: Und dann sagt der Präsident, ja die haben sich kurzfristig entschieden heute zum FC zu gehen.
00:25:16: So und einer kleineren Gesellschaft tut das weh wenn zwölf fünfzehn Leute fehlen.
00:25:24: Ja?
00:25:25: Und da muss man sich auch die Frage stellen, ja wollen wir das denn überhaupt im nächsten Jahr noch so machen?
00:25:30: Brauchen wir doch eine Sitzung!
00:25:32: Wenn jeder nur noch das macht was er für sich selbst als richtig erachtet, dann scheint ja das hier mal Gemeinschaft auch nicht mehr so wichtig zu sein.
00:25:39: Und dann kann man sich ja gerne selbst gegenüber unzuverlässig sein und braucht es nicht zu entscheiden, was man tut.
00:25:46: Ja... Es ist schön schwierig!
00:25:50: Die Frage ist, was kann man machen?
00:25:53: Kann man dem irgendwie entgegenwirken?
00:25:55: Brauchen wir noch mehr Vorbilder?
00:25:57: eben auch.
00:25:59: Sind das die Vorbildern, die teilweise nicht mehr verlässlich erscheinen nach dem Motto okay... Also wenn die das machen und immer das Blaue vom Himmel versprechen und sich das nicht einhalten?
00:26:09: dann kann ich das auch machen.
00:26:11: Also ist das, färbt es schon so ab?
00:26:13: Ich habe gelesen hier zumindest weltweit in diesem Ipsos Global Trustworthiness Index von zwanzigvierundzwanzig waren immerhin noch die Berufsgruppen der Ärzte Wissenschaftler und Lehrer als relativ verlässliche Berufskruppen angesehen.
00:26:32: Wobei auch da frage ich mich in Deutschland also auch als Wissenschaftler selbst Da erlebe ich auch andere Sachen, also auch in Bezug auf Ärzte und Lehrer.
00:26:42: Also da ist etwas richtig am Bröckeln.
00:26:47: Und die Frage ist wie kriegt man das wieder hin?
00:26:50: Dass wir einfach wirklich walk the talk machen.
00:26:55: Das was wir sagen dass wir uns das einhalten und wenn wir es nicht einhalten können, dass wir Bescheid geben und rechtzeitig absagen
00:27:05: Ja, absolut.
00:27:06: Mich hätte jetzt interessiert welche Berufsgruppe am anderen Ende der Scar-Wars geht.
00:27:13: Lass mich raten, E-Mobile Markler Versicherungsheil oder so
00:27:20: was.
00:27:21: Also ich gucke hier gerade ganz weit unten.
00:27:25: Politiker mit fünfzehn Prozent auf gleicher Ebene Social Media Influencer
00:27:38: Ja, ja.
00:27:39: Warum?
00:27:42: Dein neunzehn Prozent hier?
00:27:44: Leute aus der Werbebranche – das wundert mich jetzt auch nicht unbedingt!
00:27:50: Bei Werbeversprechen muss man halt große Abstriche machen.
00:27:55: Governor-Minister also Kabinettsleute und so weiter Benka sind bei siebenundzwanzig Prozent, genau wie Business-Lieder.
00:28:03: Journalisten auch nur sieben und zwanzig prozent.
00:28:07: Also
00:28:08: ja
00:28:09: das ist echt wenig!
00:28:11: Und wie gesagt Doktoren, Wissenschaftler, Dr.
00:28:15: Ärzte also achtundfünfzig Prozent.
00:28:18: Wissenschaftler aber auch nur sechsundfünftig Prozent?
00:28:22: Das ist etwas mehr als jeder Zweite.
00:28:25: Und Lehrer mit vierenfünfzig Prozent.
00:28:29: Die Polizei liegt bei Achtunddreißig weltweit.
00:28:32: Ist das krass?
00:28:34: Und ja, und das ist auch hier.
00:28:36: Ordinary man, ordinary woman also... Ja, Achtun dreißig Prozent!
00:28:42: Sind Frauen zuverlässiger als Männer?
00:28:46: Das ist hier nicht unterschieden.
00:28:52: Also ich habe es jetzt hier nicht gesehen, müssen wir mal genauer reingehen.
00:28:56: mich damit nur an der Oberfläche beschäftigt.
00:28:59: Aber ich finde sie für die Balken ganz interessant, also keine Berufsgruppe, die gefragt wurde hatte mehr als achtundfünfzig Prozent Trustworthiness in zwanzig vierundzwanzig.
00:29:09: Krass!
00:29:10: Ja?
00:29:10: Also es ist ja auch ein Führungsthema wenn wir Menschen, die für begeistern wollen dort zu arbeiten wo sie arbeiten wenn wir sie binden wollen.
00:29:20: es gibt ja mittlerweile nicht nur darum das Personal zu finden sondern auch zu binden.
00:29:24: Es ist im Unternehmen zu halten.
00:29:27: da bin ich schon der Meinung dass Verlässlichkeit an sehr sehr hohes gut ist und häufig ahnen das Führungskräfte gar nicht wie wichtig das ist oder wie sehr sie sich kommunikativ in die Bridulje bringen.
00:29:43: Das passiert nämlich auch ganz häufig an der Stelle.
00:29:47: Ja, also da ist natürlich absolut wichtig dass man nichts verspricht was man nicht halten kann sondern das dass man eben auch sich auf das Wort verlassen kann damit man nicht eben verlassen wird.
00:30:05: Ich habe eben diese ordinary woman gesagt sozusagen der Typ von nebenan, ne?
00:30:13: Also... Achtunddreißig Prozent.
00:30:20: Da wohlt doch
00:30:20: ja keiner!
00:30:23: Der Durchschnittsmensch oder so gibt man also Achtun dreißig Prozent.
00:30:29: das heißt äh... Zweiundsechzig Prozent sagen ist nicht vertrauenswürdig Ist schon krass, oder?
00:30:37: Also ich finde es schon krasser
00:30:40: Aber da ist ja auch kein Wunder, dass wir einander nicht vertrauen.
00:30:44: Ja!
00:30:44: Mit solchen Zahlen oder?
00:30:45: Das ist... Schwierig.
00:30:50: Aber ich habe dich unterworren, sorry.
00:30:52: Ich würde mich an der Stelle auch interessieren ob die skandinavischen Länder besser abschneiden als wir.
00:30:59: Die sind in diesem Glücksranking meistens immer sehr weit vor uns und ich glaube diese Unverlässigkeit hat auf bei Ernährungsformen große Auswirkungen.
00:31:11: Also wir haben hier einen riesigen Informationsflut, also heute sagt der eine lasst mal die Kohlidrate weg dann sagt der andere mehr Proteine.
00:31:18: Dann sagt er einem oh du musst morgens trühe Apfelessig trinken dann bist du wieder fit und energetisch an.
00:31:23: der vierte kommt mit Kokuma und Ingwer.
00:31:25: erstes mal kriegen die Leute das nicht gehandelt diese riesige Informations flut so und dann ändern sich ja auch Ernährungstrends alle naselang Und dass lässt die leute das auch wieder als sehr unzuverlässig erscheinen.
00:31:50: Das ist natürlich wirklich die Pest der sozialen Medien.
00:31:55: In diesem Zusammenhang muss ich das ganz klar so sagen, weil da kann halt jeder allen möglichen Scheiß erzählen.
00:32:03: Also früher ... Musstest du dir eben Medien kaufen?
00:32:08: Und da waren Journalisten, die haben im allerbesten Fall recherchiert ob das denn stimmt und haben dann Fachexperten zur Rate gezogen.
00:32:17: Die haben was gesagt.
00:32:18: heutzutage kann jeder Fachexpert im Netz sein für alles Mögliche und kann jeden blöden Mist rausblöken in die Welt von dem er überhaupt keine Ahnung hat und einfach irgendwelchen Stuss behauptet.
00:32:32: Das ist natürlich auch eine Informationsflut, die da ist.
00:32:36: Wenn man da nicht kompetent genug ist zu unterscheiden zwischen Schrott und Hot, dann ist man verloren.
00:32:44: Ja?
00:32:46: Absolut!
00:32:47: Also ich glaube ja in einer Welt, die immer schneller wird, ist Verlässlichkeit ne neue Form von Stärke Und ich glaube, dass die Menschen, denen wir wirklich am meisten vertrauen nicht die lautesten sind sondern die, die am verlässlichsten sind.
00:33:04: Ja und
00:33:06: ja da darf sich aber jetzt nun jeder mal auch mal fragen in welchem Bereich erlebt ihr euch selbst als sehr verlässlich oder würdet euch von anderen mehr Verlässlichkeit wünschen?
00:33:16: schreibt es gerne mal auch in die Kommentare.
00:33:19: Wir sind zuverlässig jeden Mittwochabend auf Radio Altstadtbälle zu hören um neunzehnt Uhr Und genau, da gibt's unseren Podcast dann auch nochmal mit Musik und so weiter.
00:33:30: Und den lieben Ralfohnen.
00:33:32: Der stelle auch mal ganz herzlichen Dank für die zuverlässige Zusammenarbeit!
00:33:37: So ist es auch von meiner Seite definitiv ja.
00:33:40: also sagt uns noch einmal ist Verlässlichkeit für euch ein hohes Gut oder sagt ihr nö ich mags Volatil?
00:33:47: Also ich mag's gerne unverbindlich Und was tut ihr?
00:33:54: Umverlässlichkeit in eurem Leben, einen Wert zu geben und es zu leben.
00:34:01: Also wie sieht's aus?
00:34:03: Ja wir sind wie immer neugierig!
00:34:06: Danke fürs dabei sein.
00:34:08: Lieber Ralph danke dass wir das hier schon
00:34:10: seit
00:34:11: über einem Jahr zuverläßigt machen.
00:34:13: So siehts aus.
00:34:15: dann bis nächste Woche.
00:34:17: macht euch eine schöne Zeit.
00:34:18: Bis dann tschüüüüss
00:34:28: Das war
00:34:28: Philzookamelle.
00:34:30: Lebenskunst auf reinische Art, Metallfinnen
00:34:33: und Jörg Runge!
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00:34:39: Folge an.
00:34:40: Philzokamelle
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